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Überall in EuropaKontakte zwischen den Adelshäusern und vor allem auch die Verbindungen zwischen den Klöstern dürften dafür gesorgt haben, dass der Kakao sich rasch weiter in Europa verbreitete. So kam er - nach Portugal - zuerst nach Italien. Hier begann die Schokolade einige Wandlungen durchzumachen. Gerade die Adeligen experimentierten damit, dem Kakao intensive Duftstoffe wie Jasmin, Limonen- und Zitronenschalen und Vanille beizufügen. Diese Rezepte wurden damals zum Teil eifersüchtig gehütet - heute sind einige davon für jeden zugänglich im Internet zu finden (siehe Linkseite). Nicht zuletzt wegen der kostbaren Zutaten blieb der Kakao weiterhin ein Getränk allein für den Adel und die Reichen des Landes.
Das änderte sich erst, als die Schokolade um 1650 nach England kam. Anders als in Frankreich, das ein Handelsmonopol für Kakao eingeführt hatte und den Vertrieb genau kontrollieren konnte, nahmen sich viele kleine Händler dem Geschäft mit den teuren Bohnen an und somit wurden sie für jedermann - der reich genug war - zugänglich. Es etablierten sich Kaffeehäuser, in denen auch Tee und Kakao angeboten wurden, obschon die Schokolade das mit Abstand teuerste Getränk war. Daraus ergibt auch auch, dass die englischen Rezept für die Zubereitung wieder einfacher wurden - der Rohstoff Kakao war schon teuer genug, ohne noch aufwändige Zubereitungen und kostbaren Gewürze hinzufügen zu müssen. |