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Der Kakao kommt nach SpanienDie Entdeckung Amerikas war auch die Entdeckung des Kakaos. Christoph Kolumbus selber ist jedoch nie in den "Genuß" des exotischen Getränks gekommen. Zwar beobachtete er, dass die Eingeborenen den Kakaobohnen einen hohen Respekt entgegen brachten, doch die Hintergründe - und der Geschmack - blieben ihm verborgen.
Nun war der Weg frei an den spanischen Königshof. Vielen Berichten nach war es Cortez selber, der, mittlerweile ein großer Freund des Getränkes, den Kakao von seiner Reise nach Hause mit brachte. Andere Quellen besagen, dass die spanischen Mönche, die als Missionare den christlichen Glauben in die Neue Welt bringen wollten, Schokolade als Mitbringsel in den Klöstern einführten - und in späteren Jahrhunderten einen schwunghaften und gewinnbringende Handel damit treiben sollten. Damit lösten sie allerdings auch einen religiösen Disput aus: wegen seiner anregenden Wirkung war der Kakao an dem streng katholischen spanischen Hof rasch beliebt, denn Alkohol war verboten. Gerade in den zahlreichen Fastenzeiten bot die heiße Schokolade eine willkommene - und sättigende - Abwechslung. Es dauerte einige Zeit, bis die von Kritikern aufgeworfene Frage, ob Kakao überhaupt noch ein Getränk sei, oder schon als feste Nahrung gewertet werden müsse, beigelegt war - zugunsten des Kakaos, der nun weiter zu jeder Zeit getrunken werden konnte und sich sogar zu einem spanischen Nationalgetränk entwickelte. |