Schokolade

Kakao bei den Maya und Azteken

Kakao ist nicht für jeden - wer heute einer Dame Pralinen schenkt, hätte damit bei den "Erfindern" des Kakaos einen Frevel begangen. Nur Priester, Adelige und Krieger durften das Azteken und ein Kakaobaumbitter-saure Getränk der Götter zu sich nehmen - immerhin waren die Bohnen einer Sage nach von dem Gott Quetzalcoatl - dem gefiederten Gott des Windes - selbst gebracht worden. Der Kakao wurde aus speziellen Gefäßen getrunken, die später sogar als Grabbeigaben dienten und den hohen Stellenwert des Getränkes zeigten.

Dabei lag der Wert nicht nur im Geschmack und der anregenden Wirkung des Kakaos, sondern auch in der Bohne selbst. Sie galt bei den Maya als Zahlungsmittel, das auch später von den Azteken übernommen wurde.
Ein Truthahn hat zum Beispiel einen Wert von 200 Kakaobohnen. Hierbei besaßen große, fahlrote Kakaobohnen einen höheren Wert als andere, so dass sich sogar eine Tradition des "Geldfälschens" durch einfärben und aufquellen lassen entwickelte. Wie es jedem Zahlungsmittel gebührt, wurde auch die Kakaobohne säckeweise in Schatzkammern eingelagert - in einem Kaiserlichen Lager sollen bis zu 960 Tonnen der begehrten Ware zu finden gewesen sein.