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Wie wäre es mit einer Tasse Xocoatl?
Vielleicht besser nicht - hinter dem ungewöhnlichen Wort verbirgt sich zwar nichts anderes als die Urform unserer heißen Schokolade, aber so, wie ihre Erfinder sie getrunken haben, würde sie uns vermutlich sehr seltsam vorkommen.
Schon die Übersetzung des Wortes "Xocoatl", die "bitteres Wasser" bedeutet, weist darauf hin: statt mit Milch und Zucker mischten die Azteken die zermahlenen und gerösteten Kakaobohnen mit Wasser an, rührten das Getränk schön schaumig und würzten es mit Vanille und Pfeffer. Trotzdem schaffte es der Kakao nicht nur bis nach Europa, sondern ihm gelang auch ein Siegeszug, der bis heute ungebrochen ist und uns immer neue Schokoladen-Kreationen beschert.
Was ist Kakao?
Der lateinische Name des Kakaobaums ist "Theobroma cacao L.", was sich mit "Speise der Götter" übersetzen läßt. Der bis zu 15 Metern hohe, dünne Baum gedeiht nur in tropischen Gebieten, vorzugsweise im Schatten größerer Bäume, und gehört zu den Sterkuliengewächsen. Auf den Plantagen kommt er mit seinen 2-4 Metern in den gezüchteten Formen weniger ansehnlich daher, dafür aber durch künstliche Befruchtung ertragreicher.
Direkt am Stamm entstehen jährlich bis zu 100.000 Blüten - aus den befruchteten werden lange, dickliche und gurkenförmige Früchte, die mit der Reife immer gelber und dunkler werden. In ihrem Inneren sind bis zu 50 Samenkörner in einem dicken, weißen Fruchtfleisch zu finden: der Kakao. Erst durch Weiterverarbeitung durch Trocknen, Fermentieren und Rösten entfalten diese Körner ihr charakteristisches Aroma.
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